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Apothekenzahl in Deutschland geht nach 2009 auch 2010 zurück

 

Reit i. Winkl. Januar 2011 * Die Apothekendichte spielt auch für die Notfallversorgung von Patienten mit Arzneimitteln eine wichtige Rolle. Gemäß den Planungen der Landesapothekerkammern leisten jede Nacht sowie sonn- und feiertags etwa 2.000 Apotheken Nacht- und Notdienst. Mehr als 20.000 Patienten werden täglich im Notdienst zuverlässig versorgt. Besonders viele Kinder (und ihre Eltern) profitieren davon, dass die ausgestellten Rezepte sofort beliefert werden können. Erstmals seit 2003 sinkt die Zahl der Apotheken in Deutschland. Ende 2009 gab es 21.548 öffentliche Apotheken im Bundesgebiet – das sind 54 weniger als ein Jahr zuvor (Ende 2008: 21.602). Seit Ende 2003 war die Zahl der Apotheken von 21.305 fünf Jahre lang hintereinander leicht angestiegen.

 

2010 setzte sich der Negativtrend fort. Gemäß einer im September 2010 veröffentlichten ABDA-Statisitk waren es bereits wieder 99 Apotheken in Deutschland weniger, meldet der Branchendienst „Apotheke adhoc“. Dem Dienst zufolge gab es Ende September 2010 insgesamt 21.449 Apotheken in Deutschland. Europaweit lag 2009 Deutschlands Apothekendichte mit 3.806 Einwohnern pro Apotheke im Mittelfeld, innerhalb der EU kommen auf eine Apotheke rund 3.300 Einwohner. 

 

In Kürze finden Sie hier weitere aktuelle Informationen für Apothekeninhaber und  -leiter.

 

Internet-Apotheken sind im Kommen

 

* 9 Millionen Deutsche bestellen Medikamente im Web

* Über 2.500 Versand-Apotheken in Deutschland

* Fünf Tipps für den Online-Kauf von Arzneimitteln

 

Reit im Winkl, 01.03.2011 - Der Kauf von Medikamenten im Internet wird immer beliebter. Fast jeder sechste Internet-Nutzer über 14 Jahren (18 Prozent) hat bereits Medikamente online gekauft. Das hat eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben. Demnach bestellten bereits insgesamt 9 Millionen Deutsche frei verkäufliche oder apotheken- und verschreibungspflichtige Arzneimittel über das Internet. Vor einem Jahr waren es erst 7 Millionen. Laut BITKOM ist der Arzneimittel-Einkauf im Internet bequem, zeitsparend und günstig. Besonders profitieren würden chronisch Kranke, Berufstätige und mobil eingeschränkte Personen.

 

Seit 2004 ist der Online-Versandhandel mit apothekenpflichtigen Arzneimitteln erlaubt. Die Zahl zugelassener Internet-Apotheken steigt seitdem kontinuierlich an – derzeit sind es 2.560. Viele Präsenz-Apotheken haben mittlerweile eine Website, auf der sie Online-Bestellungen anbieten. Die geringeren Fixkosten im Online-Versandhandel ermöglichen bei rezeptfreien Medikamenten günstigere Preise als im Laden.

 

Jedoch sollten Verbraucher beim Medikamentenkauf im Internet vorsichtig sein. Dubiose Anbieter bieten dort gefälschte, nicht zugelassene oder falsch dosierte Waren an. Der BITKOM gibt Tipps für den sicheren Online-Medikamentenkauf:

 

1. Woran sind seriöse Versandapotheken im Internet zu erkennen?
In Deutschland ist der Online-Versandhandel mit apothekenpflichtigen Arzneimitteln ausschließlich für zugelassene Apotheken erlaubt. Nur wer die speziellen Sicherheitsanforderungen erfüllt, bekommt die Zulassung von der entsprechenden Landesbehörde. Das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) hat alle zugelassenen Versandapotheken unter www.dimdi.de/static/de/amg/var/index.htm aufgelistet. Apotheken, die dort erfasst sind, dürfen auf ihren Webseiten mit einem Sicherheitslogo auf den Eintrag im Apothekenregister hinweisen. Klickt der Kunde im Web auf das Logo, öffnet sich die DIMDI-Website mit den wichtigsten Daten der Apotheke.

 

2. Welche Medikamente können online bestellt werden?
Internet-Apotheken bieten vor allem frei verkäufliche und apothekenpflichtige Medikamente, die nicht der Rezeptpflicht und damit der Preisbindung unterliegen, günstiger an. Hier lohnt sich ein Preisvergleich. Auch verschreibungspflichtige Medikamente sind über Internet-Apotheken erhältlich. Diese unterliegen der so genannten Arzneimittelpreisverordnung und haben damit einen bundeseinheitlichen Preis.

 

3. Wie bestellt man freiverkäufliche und apothekenpflichtige Medikamente?

Das Bestellen von rezeptfreien Arzneimitteln – also freiverkäuflicher und apothekenpflichtiger Medikamente – funktioniert wie eine normale Online-Bestellung: Produkt auswählen, in den Warenkorb legen, bestellen.

 

4. Wie werden verschreibungspflichtige Medikamente online bestellt?

Verschreibungspflichtige Medikamente können anhand der Pharmazentralnummer oder des Produktnamens auf der Internetseite der Versandapotheke gesucht und in den Warenkorb gelegt werden. Oft bieten Internet-Apotheken eine kostenlose Zusendung der Ware ab einem bestimmen Bestellwert an. Daher kann es sinnvoll sein, weitere Produkte in den Bestellvorgang aufzunehmen. Die Internet-Apotheke benötigt bei verschreibungspflichtigen Medikamenten das Original-Rezept per Post; E-Mail oder Fax sind nicht ausreichend. Viele Web-Shops bieten ihren Kunden hierfür eine Gutschrift der Portokosten oder Freiumschläge zur kostenlosen Zusendung des Rezepts an. Keinesfalls sollten Arzneimittel bei Apotheken bestellt werden, die rezeptpflichtige Arzneimittel auch ohne Verschreibung anbieten. Nicht alle deutschen Internet-Apotheken rechnen direkt mit den Krankenkassen ab. Ob und wie Arzneimitteln von der Krankenkasse erstattet werden, sollte vor der Bestellung geklärt sein.

 

5. Gibt es einen Schutz vor gefälschten Medikamenten?

Seriöse deutsche Internet-Apotheken unterliegen den gleichen strengen Anforderungen und Kontrollen wie Präsenz-Apotheken. Sie dürfen nur solche Arzneimittel liefern, die für den deutschen Markt zugelassen sind. Zudem müssen die Packungskennzeichnung und der Beipackzettel in deutscher Sprache verfasst sein.

 

Zur Methodik: Die Angaben stammen aus einer repräsentativen Studie der ARIS Umfrageforschung im Auftrag des BITKOM, für die 1.003 telefonische Interviews mit Personen im Alter ab 14 Jahren im Erhebungszeitraum Januar 2011 durchgeführt wurden. (mst)

Quelle: PI, Bitkom, 18.02.2011

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